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Pressebericht von 2013

ALS Weiterstadt - 15.Dez.2013


Von bellenden Krokodilen und einem klapperdürren Esel Vorlesetag in der ALS

in Braunshardt

 

Quelle: http://www.als-weiterstadt.de
Knapp eine Woche nach dem offiziellen bundesweiten Vorlesetag war es nun am Donnerstag, 21.11. auch in der Astrid Lindgren Schule (ALS) in Weiterstadt-Braunshardt so weit: Der Förderverein der ALS hatte zum Thema „Tiere“ eingeladen und Ruth Wille von der Keller Ranch, sowie Frank Velte, Zoopädagoge aus dem Vivarium kamen gerne zu Besuch in die Schulbücherei.

Den Erstklässlern las Frau Wille eine Katzengeschichte vor und demonstrierte anschließend mit mitgebrachtem Katzenstreu wie schnell sich eine Flüssigkeit (in diesem Fall Wasser) in gut entfernbare Klumpen verwandelt. Auch Katzenfutter und Hundeleckerli hatte Frau Wille zum Anschauen dabei; wobei letzteres allen Schülern bekannt war – hat die ALS doch einen eigenen Schulhund – Artax, der zusammen mit Frauchen und Lehrerin Anne Martin ebenfalls am Vorlesetag teilnahm.
Ihm war auch geschuldet, dass der Applaus für Frau Wille fast geräuschlos war – Artax zuliebe nämlich ein Hundeapplaus; d.h. Finger klatschen gegen Finger, machen daher wenig Geräusche und schonen so die hochsensiblen Hundeohren!

Auch die Zweitklässler waren von der Geschichte begeistert, die Frau Wille ihnen mitgebracht hatte: „Der Igel Paprika“ führte gleich zu einer angeregten Diskussion über Tiere, die Winterschlaf halten.
Neben vielen Fragen, die Frau Wille den Kindern zu den Tieren der Kellerranch beantworten konnte, hatte sie ein paar spannende Geschichten mit dabei. Sie berichtete vom Pastellfuchs, der auf der Ranch lebt und früher ein echter Fernsehstar war und vom klapperdürren Esel, der inzwischen wieder gut aufgepäppelt auf der Keller-Ranch seinen Lebensabend genießt. Und sie lud alle Kinder herzlich ein, die Ranch selbst einmal zu besuchen - z.B. zum Nikolausfest am 1. Dezember.
Der siebenjährige Jan nahm die Einladung spontan an: „Das war klasse heute. Und zum Adventsfest will ich auf jeden Fall. Ich bin dabei!“
Nach einer kurzen Pause ging der Tag in der Schulbücherei weiter: Auch bei Frank Velte, Zoopädagoge aus dem Vivarium handelte die Geschichte passend zur Jahreszeit vom Winterschlaf einiger Tiere: sehr unterhaltsam trug er seine Geschichte von der „ Maus, die nicht schlafen wollte“ vor.
Nicht weniger spannend waren dann die Geschichten aus dem Zoo-Alltag: Er berichtete von Thai, einem Weißkopf-Makaken, der vor einigen Jahren aus dem Zoo ausgebüchst war, aber dann von selbst wieder zurückkam. Außerdem vom Versuch, Guanakos -eng mit den Lamas verwandt- von einem Gehege in ein anderes zu bringen. Dies misslang zuerst und Herr Velte wurde von einem Tier bespuckt. Guanakos spucken übrigens nicht Speichel, sondern als Wiederkäuer, Teile ihres Mageninhalts – grün und extrem stinkend.

Mit Geschichten über „bellende“ Krokodile -die so ihren Paarungswillen zeigen, diversen Schlangen aus dem Vivarium -die giftigste dort ist die Puffotter- und Spinnenbissen, vor denen man sich nicht zu fürchten braucht, hielt er alle Kinder und ihre Lehrerinnen bei Laune. Seine wort- und gestenreichen Geschichten zogen die Kinder so in ihren Bann, dass sie zum Ende des Vorlesetags gar nicht gehen wollten.
Angelina, Kevin und Anna waren begeistert: „Das war super heute! Toll, wie Herr Velte erzählen kann! Klasse Geschichten!“
Auch Dr. Vera Schilling und Heike Malchow vom Vorstand des Fördervereins, sowie Rektorin Sabine Koenen und ihre Kolleginnen fanden den diesjährigen Vorlesetag wieder sehr gelungen. Und der nächste bundesweite Vorlesetag steht ebenfalls schon fest: in genau einem Jahr am 21.11.2014 – klar, dass die ALS auch dann wieder mit von der Partie sein wird!

Heike Malchow
Vorstand des Fördervereins der ALS.

 

mein-suedhessen.de - 12.Dez.2013


Vom Gnadenhof zum Tierheim

Neubau braucht Sponsoren


 

Jutta und Karl-Heinz Keller, sowie Ingrid Günkel
Da ist was im Busch, bei den Kellers auf der Ranch. Endlich wird aus Wunschdenken Realität und so erhält Weiterstadt in Kürze sein eigenes Tierheim. Ohne helfende Hände, einen Griff in den Geldbeutel oder einen Blick in die Garage auf der Suche nach Baumaterial geht das aber nicht. Denn was 2009 am Tag der offenen Tür beginnt soll 2014 seine Vollendung finden.
Ein Abriss zur Geschichte der Kellerranch zeigt, dass die Familie und die Tiere seit fast einem halben Jahrhundert miteinander verbunden sind. Die Eltern von Karl-Heinz Keller gründen 1966 die Ranch, noch stehen Tierhandel und damit Lebensunterhalt im Mittelpunkt. Als Karl-Heinz und Jutta Keller die Ranch übernehmen, wird sie zum Gnadenhof, einem Ort, an dem alte, verwahrloste oder hilfsbedürftige Tiere ein neues Zuhause finden. Das Gelände des Gnadenhofes befindet sich in Privatbesitz der Kellers und bis zur Gründung des Tierhilfevereins im Mai 2002 kommen sie auch für die finanziellen Aufwendungen größtenteils selbst auf. Der Tierhilfeverein wird zum Träger der Kellerranch und in seiner Eigenschaft als anerkannt gemeinnütziger Verein ist er in der Lage, steuerrechtlich korrekte Spendenbescheinigungen auszustellen. Das auf dem Gelände befindliche Pflegestudio und die Tierpension, die den Vereinsmitgliedern vorbehalten ist, fallen nun ebenfalls unter die Trägerschaft des Vereins.
Immer wieder werden in diesen Jahren Fundtiere oder verletzte Tiere gebracht oder Menschen wollen ihre treuen Weggefährten hier gut versorgt wissen, weil der Begriff Tierheim für sie einen schalen Beigeschmack hat. Dafür ist die rechtliche Lage diffizil, eher eine Art Grauzone. Zudem kostet die Verpflegung und Unterbringung von inzwischen über 300 Tieren viel Geld und Gebühren dürfen offiziell nicht erhoben werden. Tag und Nacht im Einsatz, das wird erwartet und natürlich ehrenamtlich. Auf dem Tag der offenen Tür 2009 wird der Grundstein für eine Änderung gelegt. Gerhard Zeller (CDU) regt bei den Kellers an, offizielles Tierheim der Stadt Weiterstadt zu werden. Einer der Beweggründe ist die Tatsache, dass die Stadt jährlich eine Pauschale pro Einwohner an das für sie zuständige Darmstädter Tierheim zahlen muss. Der offizielle Status eines Tierheims würde Kellers in die Lage versetzten, Gebühren bei Abgabe eines Tieres zu erheben, denn so meint Jutta Keller augenzwinkernd: Entsorgte Tiere kosten Geld!
Von den Plänen begeistert, beginnen auf der Ranch viele Köpfe zu rotieren. Die Zustimmung des Stadtparlaments wird eingeholt, der Bebauungsplan entsprechend geändert. Karl-Heinz Keller kauft privat ein Flurstück dazu. Verhandlungen mit dem Staatlichen Veterinäramt und dem Regierungspräsidium beginnen, um alle rechtlichen Vorgaben zu erfüllen. Hinter dem Pferdepaddock entsteht der Bauplatz, die 17. finale Fassung des Bauplanes steht zur Umsetzung bereit. Geld, Material, Menpower … all das wird benötigt. Ein Businessplan soll helfen, Zuschüsse von offiziellen Stellen und Stiftungen zu erhalten. Wo immer es geht, packen die Vereinsmitglieder selbst mit an. Für professionelle Hilfe ist eine Ausschreibung vorgesehen, auf die sich Weiterstädter Firmen bewerben können. Am 18.8.2013, wieder ein Tag der offenen Tür, fällt der Startschuss zum Tierheimneubau-Rennen. Seit dem haben etwa 50 Personen, Firmen und Organisationen die Chance genutzt, nach dem Motto „Mieten – Kaufen – Wohnen“ durch den Erwerb eines Bausteines symbolisch Miteigentümer des Tierheimes zu werden. Über 4500 Euro sind so zusammen gekommen. Doch das reicht noch lange nicht aus! Viele weitere Bausteine in gestaffelten Werten von 25 Euro bis 1000 Euro sind nötig, damit Tiere wie Hunde, Katzen, Vögel, Kleintiere und Exoten sich hinter stabilen, dichten Mauern vor kaltem Zug schützen können. Ein Baustein mit Namensnennung als Weihnachtsgeschenk ist doch eine Überlegung wert, oder? Wie geholfen werden kann, steht auf der Homepage des Tierhilfevereins (www.kellers-ranch.de).
Gefiederte und bepelzte Zwei-und Vierbeiner sagen danke und wünschen ein frohes Weihnachtsfest.

 

mein-suedhessen.de - 07.Dez.2013


Gewerbeverein Weiterstadt spendet für Tierheimneubau

Scheck über 500 Euro am Nikolausfest der Kellerranch übergeben


 

Foto: Pixaprint // Stauch
Da hat der Nikolaus große Augen gemacht! Normalerweise ist er derjenige, der die Geschenke verteilt, doch diesmal haben ihm zwei Herren die Show gestohlen. Denn anlässlich des Nikolausfestes auf der Kellerranch übergaben Stephan Geter (2. Vorsitzender des Gewerbevereins Weiterstadt) und Wilhelm Görich (Schatzmeister) einen Scheck über 500 Euro an Corinna Böhmer (2. Vorsitzende des Tierhilfevereins Kellerranch). „Dies ist ein Teil des Erlöses vom diesjährigen Oktoberfest“ so Geter und der Vorstand habe beschlossen, damit ein lokales förderwürdiges Projekt zu unterstützen. Das neu zu errichtende Tierheim gehöre definitiv dieser Kategorie an, erläutert Geter. Damit hat sich der Gewerbeverein sozusagen ein Zimmer im neuen Komplex reserviert, denn wie alle anderen Spender auch, wird er namentlich auf der Tafel der Spender genannt, die zur Zeit noch gleich hinter dem Eingang zum Gelände der Keller Ranch steht, später aber einmal das neue Tierheim zieren wird. Neben jeder Menge noch benötigtem Baumaterial, das hoffentlich per Spende seinen Weg zur Kellerranch findet, kann durch den Erwerb von Bausteinen im Wert von 25 Euro bis 1000 Euro geholfen werden. Nähere Informationen dazu finden sich auf der Homepage des Tierhilfevereins (www.kellers-ranch.de).

 

hessen.de - 21. Okt. 2013


Life Technologies aus Darmstadt ist Unternehmen des Monats September

Pressestelle: Hesische Staatskanzlei


 

Hessische Landesregierung zeichnet bürgerschaftliches Engagement von Unternehmen aus
 
Das Unternehmen des Monats September ist das Biotechnologieunternehmen Life Technologies aus Darmstadt. „Bereits zum fünften Mal in Folge hat die Darmstädter Niederlassung des weltweiten Unternehmens einen jährlichen Freiwilligentag begangen“, erklärte der Sprecher der Hessischen Landesregierung, Staatssekretär Michael Bußer, anlässlich der Auszeichnung.

Seit 2009 organisiert Life Technologies einmal jährlich weltweit einen Freiwilligentag. So auch die deutsche Organisation mit rund 100 Angestellten am Standort Darmstadt. Im Juni 2013 unterstützte die Darmstädter Niederlassung die „Keller-Ranch“, einen Tiergnadenhof in Weiterstadt tatkräftig mit insgesamt 31 Helfern. Die Mitarbeiter haben einen Tag lang die Tierställe gestrichen, Unkraut gezupft, Rasen gemäht sowie einen Ententeich ausgehoben. Außerdem wurden Sachspenden in Form von Tierfutter und gut erhaltenen Sachgegenständen sowie Geldspenden gesammelt. Zusätzlich zu diesen Aktivitäten haben Life Technologies-Mitarbeiter zwei langfristige Tierpatenschaften übernommen. Life Technologies hat die Keller-Ranch als Tiergnadenhof unterstützt, da sich dieser Verein aufopferungsvoll und mit sehr viel Engagement seiner Aufgabe stellt und eine echte Bereicherung für die Region Darmstadt ist. Die Keller-Ranch hat sich zu einer fest etablierten Freizeiteinrichtung für Jung & Alt entwickelt.

Die Darmstädter Niederlassung versucht nach Möglichkeit immer eine andere Einrichtung in Darmstadt oder der näheren Umgebung zu finden, in der alle teilnehmenden Mitarbeiter gleichzeitig und am selben Ort eingesetzt werden können, um auch ein ‚Wir-Gefühl‘ zu entwickeln: 2012 hat das Unternehmen am eignen Standort in Darmstadt einen DKMS-Spendertag (Typisierung einiger Mitarbeiter) durchgeführt. 2011 wurden beim Hofgut Oberfeld die Felder von Steinen befreit und handwerkliche Tätigkeiten ausgeführt. Darüber hinaus wurden Geldspenden für ein UNICEF-Projekt in Ostafrika gesammelt. 2010 hat das Unternehmen an Landstraßen in Darmstadt und Wixhausen einen Tag lang den Müll eingesammelt. 2009 unterstützte Life Technlogies die TAFEL in Darmstadt; die Mitarbeiter sammelten das Essen bei Supermärkten ein, kochten, putzten, betreuten die Essensausgabe und sammelten Spenden.

Die Auszeichnung „Unternehmen des Monats“ wird auf Initiative von Ministerpräsident Volker Bouffier im Rahmen der Ehrenamtskampagne „Gemeinsam aktiv – Bürgerengagement in Hessen“ vergeben. „Die Hessische Landesregierung will so das vielfältige Engagement hessischer Unternehmen würdigen und gute Beispiele mit Vorbildcharakter in den Blick der Öffentlichkeit rücken“, erläuterte Bußer. Im Internet werden die ausgezeichneten Unternehmen unter www.engagiertes-unternehmen.de vorgestellt. Darüber hinaus erhält eine gemeinnützige Initiative oder Organisation, an deren Projekt(en) das Unternehmen als Engagement-Partner mitarbeitet, einen Anerkennungsbetrag von 500 Euro. Auf Wunsch von Life Technologies soll das Geld diesmal an die Keller-Ranch gehen. Staatssekretär Bußer hob hervor, dass der Anerkennungsbetrag ein symbolisches Dankeschön sei, das nicht den ausgezeichneten Unternehmen, sondern der Arbeit von Vereinen, Gruppen und Initiativen zugute komme. Anlässlich der Auszeichnung von Life Technologies rief er Unternehmen in ganz Hessen dazu auf, sich zu bewerben, damit das breite Spektrum bürgerschaftlichen Engagements in Hessen in seiner vollen Bandbreite zur Geltung kommen könne. Bewerbungen können über das Internet unter www.engagiertes-unternehmen.de erfolgen oder per Post an folgende Adresse eingesendet werden: Hessische Staatskanzlei, Gemeinsam Aktiv – Bürgerengagement in Hessen, Georg-August-Zinn-Straße 1, 65183 Wiesbaden.

 

Weiterstadtnetz.de - 21. Aug. 2013


Ein tierisch verregnetes Volksfest

Fotogalerie: tag der offenen Tür auf der Kellerranch


 

(red/mj/ib)
Weiterstadt. (red/mj/ib) Der Tag der offenen Tür auf der Kellerranch bot ein umfassendes Programm: Tombola, Flohmarkt, Ponyreiten, Infostände, Hüpfburg und Live-Musik. Eigentlich ein Garant für einen durchweg unterhaltsamen Tag – wäre da nicht der Regen gewesen. Eindrücke eines tierisch verregneten Volkfests.

Von Marie Jeserigk und Isabel Binzer

Als gewillte Journalisten auf dem Weg zur Kellerranch, finden wir uns erst einmal in einer Szene aus Indiana Jones wieder: Von der Hauptstraße abgebogen, stehen uns drei verschiedene Feldwege zur Auswahl. Der linke führt zurück in die Richtung, aus der wir gekommen sind, der mittlere weist zumindest ein Schild mit der Beschriftung “Kellerranch” auf, selbiges zeigt jedoch nach rechts. Wir folgen also dem “rechten Weg”. Weitere missverständliche Schilder deuten uns letztlich den Weg zur Kellerranch. Es hat inszwischen begonnen zu regnen. Entgegen unserer Vermutung finden wir einen vollgeparkten, schmalen Feldweg vor, an dessen Ende wir uns die Kellerranch erhoffen.

Es scheint ja doch viel los zu sein. Das hatten wir bei diesem Wetter beide nicht erwartet. Schnell quetschen wir uns in die erstbeste Parklücke, was sich im Nachhinein als fataler Fehler herausstellen sollte. In mittlerweile strömendem Regen wandern wir bereits über einen weiteren Kilometer zu Fuß, als uns erste Menschen entgegen kommen. An ihre Schirme festgeklammert, scheinen sie sich auf ihr trockenes, warmes Zuhause zu freuen. Uns geben sie zumindest die Hoffnung auf dem richtigen Weg zu sein. Wir ärgern uns über die mittlerweile nur noch vereinzelt parkenden Autos und können bald inmitten des Feldes einen Hof erahnen.

 

Wo sind die Tiere?

Als wir endlich die über Weiterstadts Grenzen hinaus bekannte Kellerranch betreten, steigt uns der Geruch von frisch gegrilltem Fleisch in die Nase und mischt sich mit dem Duft des Regens. Vorbei an einem Stand mit akkurat aufgestellten Tierfiguren aus Ton, überwältigt uns ein buntes Wirrwar aus Geräuschen, Menschen und Tieren. Umgeben von einer kleinen Bühne, verschiedenen Imbissbuden und Infoständen, stehen mehrere Zelte. Die Menschen darunter sind dicht aneinander gerückt und wirken vergnügt. Es ist wesentlich mehr los als wir dachten. Von dem andauernden Regen lässt sich hier offenbar niemand die Stimmung vermiesen. Dafür sorgen auch die beiden Animateure: ”Ma Ma Ma, Ma Ma Maria”. Der motivierende Gesang wirkt leicht irritierend auf das graue, verregnete Gesamtbild, verleiht ihm aber auch einen gewissen Charme. Doch Menschen sind weniger der Grund unseres Besuches: Wo sind die Tiere? Auf der Suche nach den Gehegen kommen wir an einem großen Kinderspielplatz und einem Stand für die geplante Tombola-Verlosung vorbei. Einsam steht das verregnete Glücksrad auf dem Tresen. Wir laufen weiter und finden sie endlich: Die Tiere!

 

Emus und Paviane statt Kätzchen und Hunden

Entgegen unserer Vorstellung eines Weiterstädter Tierhilfevereins, erwarten uns jedoch nicht nur kleine Katzen und Hunde mit gebrochenen Pfötchen: Neben Ziege Hanni liegen zwei auf Grashalmen kauende Lamas. Im nächsten Gehege springen zwei aufgescheuchte Emus wild herum. “Die haben Hunger”, meint einer der Besucher und bleibt eine Weile vor dem Zaun der Emus stehen. IMG_3800#2Noch immer überrascht von den exotischen Tieren, die uns hier erwarten, gehen wir neugierig weiter und wissen gar nicht, wohin wir zuerst schauen sollen. Und plötzlich trauen wir unseren Augen kaum: Steht da etwa Pippi Langstrumpfs “Kleiner Onkel”?! Mit großen Augen und gespitzten Ohren schaut er uns an. Doch das Wetter verleitet uns leider nicht zum Verweilen. Nebenan hängen die Regentropfen von den Eisenstangen der liebevoll gestalteten Ponyreitstrecke. Die Kinder lassen sich vom Wetter aber nicht beirren – in ihre Regenjacke gepackt fordert ein Mädchen: “Mama, ich will aber Ponyreiten!”. Sie gibt sich vorerst mit dem aufgestellten Trampolin zufrieden. Einige Kinder sausen auch durch die schmalen Gänge zwischen den Vogelkäfigen. Hier finden wir auch Kaninchen, Waschbären und zu unserem großen Erstaunen einen ausgewachsenen Pavian. Die Paviandame Amy läuft mürrisch in ihrem Käfig auf und ab, zieht aber trotzdem jede Menge Aufmerksamkeit auf sich. Siegfried und Roy suchen wir leider vergeblich. Dafür sorgt eine Vielzahl von Hunden außerhalb der Gehege für eine tierliebe Atmosphäre.

 

Mit gemischten Gefühlen kommen wir zum Ende unserer Reise auf der Kellerranch. Wir sind beeindruckt von den vielen Tierarten, denen hier ein Zuhause geboten wird. Wir sind gerührt von den fürsorglichen Kellerranch-Mitarbeitern und wir sind erstaunt über die vielen Besucher. Aber vor allem sind wir betrübt über das schlechte Wetter, das heute vermutlich viele Menschen von diesem harmonischen Ort ferngehalten hat.

 

Quelle: ArheiligerPost - 19.09.2013

Echo - online - 20. Aug. 2013


"Siegfried" und "Roy" brauchen Wärme

Tierschutz - Zum Tag der offenen Tür auf der Weiterstädter Keller-Ranch kommen zahlreiche Besucher


 

Besuch bei Nymphensittich „Dorian“: Ursula Schütz musste ihren Schützling bei der Keller-Ranch abgeben, hat aber eine Patenschaft für ihn übernommen. Der Grund: Nymphensittiche sollten nur als Paar gehalten werden. Da einer ihrer beiden Vögel starb, hat der zweite jetzt auf der Ranch neue Begleiter gefunden. Foto: ANDRÉ HIRtZ

Mit einem Tag der offenen Tür hat der Tierhilfeverein Keller-Ranch elfjähriges Bestehen gefeiert. Mehrere hundert Besucher und Ehrengäste kamen, um sich bei einem bunten Programm vom Wohlergehen der Tiere zu überzeugen und sich über Zukunftspläne zu informieren.

WEITERSTADT.  „Don Chango“, der Pastell-Fuchs, liegt träge in seinem Gehege und beobachtet mit einem halben Augenblinzeln das Geschehen um sich herum. „Interessante Farbe“, findet eine Besucherin am Tag der offenen Tür auf der Keller-Ranch. Der Fuchs lässt sich auch dann nicht aus der Ruhe bringen, als die „Green Pipes & Drums“ mit Pauken und Dudelsäcken Einzug halten und später die Gruppe „Kai Pirinja feat. Manou“ aufspielt.

 

Ebenso unaufgeregt reagieren nebenan die Kaninchen. Einige Schritte weiter sind die beiden Sorgentiere „Siegfried“ und „Roy“ untergekommen: Die Riesenschildkröten kamen über einen Umweg auf den Gnadenhof, weil ihr ursprünglicher Besitzer sie aus gesundheitlichen Gründen sowie altersbedingt nicht mehr halten konnte. Ihr eigentlicher Lebensraum ist die afrikanische Sahel-Zone. „Sie brauchen es sehr warm, um artgerecht zu leben. Deshalb müssen wir besonders im Winter kräftig heizen und suchen auf Dauer ein Zuhause in einem warmen Land“, erklärt Ingrid Günkel, Pressesprecherin der Keller-Ranch. „Für alle Tiere suchen wir Paten, die ihren Teil zu Heizkosten, Tierarzt- oder Futterkosten beitragen wollen.“ Esel „Igor“ beispielsweise, das ehemalige Zirkustier, konnte bereits von solchen Patenschaften profitieren: „Den haben wir hier aufgepäppelt.“

 

Die zahlreichen Festbesucher bummeln am frühen Nachmittag trotz einiger Regentropfen an Info- und Verkaufsständen entlang, beobachten die Tiere oder sitzen oder einfach gemütlich zusammen. Eine Tombola verspricht ein Fahrrad, eine Profi-Kaffeemaschine sowie ein Flugzeugmodell als Hauptpreise. Die kleinen Gäste vergnügen sich auf dem Spielplatz oder buddeln im Sandhaufen. Für sie hat die Vereinsjugend auch einige Spiele wie Entchen-Angeln oder Dosenwerfen und einen Flohmarkt organisiert.

 

Im hinteren Teil der Ranch warten die Ponys „Sweety“ und „Merlin“ darauf, mit jungen Reitern eine Runde um den Platz zu drehen. „Rund 30 jugendliche Mitglieder beteiligen sich aktiv im Vereinsleben“, erklärt Karl-Heinz Keller, erster Vorsitzender des Tierhilfevereins, und lobt besonders die Ferienaktion, bei der die Kinder sechs Wochen lang eigenverantwortlich Esel „Igor“ spazieren geführt haben.

 

Auch über Weiterstadts Grenzen hinaus ist die Keller-Ranch bekannt: „Wir sind aus Bad Homburg gekommen, denn unsere Tierärztin ist hier engagiert“, erzählen Brigitte und Andreas Jaschkowitz, die ihren Hund mitgebracht haben und noch weitere Haustiere halten. „Wenn wir ein Haus hätten, wären es sicher noch mehr.“ Schon viele Male kam Thorsten Müller zum Tag der offenen Tür. Er findet „es lustig, wie das Fest im Laufe der Jahre immer größer wurde“.

 

Karl-Heinz Keller zeigte sich glücklich über das Erscheinen zahlreicher prominenter Gäste, darunter der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder. Dieser betonte, „dass der praktische Tierschutz unter erheblicher Belastung steht und dringend Unterstützung braucht“. Für eben jene sorgen nicht nur die 48 Festhelfer, sondern auch die Spender für den geplanten Tierheimneubau. Jeder Spender erhält fortan die Chance, als symbolischer Miteigentümer einen „Baustein“ des Tierheims zu erwerben. So zeigte ein Plakat im Eingangsbereich, dass erste Grundsteine in dieser Form bereits gelegt wurden.

 

 

Quelle: SüWo lokal Eberstadt/Mühltal - 14.08.2013
Quelle: SüWo lokal Weiterstadt/Erzhausen - 10.08.2013
Quelle: Wochen Kurier 08.08.2013

weiterstadtnetz.de - 06. Aug. 2013


Neues Zuhause für Riesenschildkröten gesucht

Siegfried und Roy auf der Kellerranch


 

Weiterstadt. (red/pm) Die Kellerranch ist immer wieder Anlaufstelle für Menschen, die ihre Tiere loswerden möchten. Einerseits gut, dass es solch eine Anlaufstelle gibt. Andererseits hat der Gnadenhof dann spontan mit Kosten zu kämpfen, die für Futter und Tierarzt entstehen. Im Fall der zwei Riesenschildkröten Siegfried und Roy kommt hinzu, dass das mitteleuropäische Klima ungeeignet ist. Es wird ein neues Zuhause gesucht.

Der Tierhilfeverein Kellerranch informiert:

Kaum hat sich der vom Tierhilfeverein in Weiterstadt am 25. Juni aufgenommene Esel Igor soweit stabilisiert und es ihm nun mit Hilfe der vielen eingegangenen Spenden an nichts mehr fehlen wird, wurden die nächsten beiden Sorgen-Tiere am 20. Juli auf dem Gnadenhof „entsorgt“. Der Besitzer konnte sich gesundheitlich nicht mehr um die beiden seit 1974 in seinem Besitz befindlichen Riesenschilkröten der Gattung Spornschildkröten kümmern und wollte sie in einem Zoogeschäft abgeben. Der Inhaber hatte keinen Platz für diese Tiere und brachte sie deshalb als „Geschenk“ des Besitzers auf die Kellerranch. Für dieses Geschenk fallen erneut nicht geplante Tierarzt-, Unterbringungs- und Futterkosten an, mit denen der Verein nicht gerechnet hat.

Leider hat auch dieser Halter sich beim Kauf der damals niedlichen kleinen Schildis keine Gedanken gemacht, wohin mit den Tieren, wenn er sie nicht mehr versorgen kann. Wie Papageien überleben auch die Riesenschildkröten und noch viele andere Tierarten ihre Halter und die Tierschutzvereine haben dann dieses Problem zu lösen.

 

Ungeeignetes Klima

Die Spornschildkröte wird in der Roten Liste als gefährdet und im Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen im Anhang II als bedrohte Art geführt. Dies gab es jedoch 1974 noch nicht. Die Verbreitung und der Lebensraum der Spornschildkröten ist die afrikanische Sahelzone, sie können weit über 150 Jahre alt werden. Die Wetterverhältnisse in unseren Breitengraden sind denkbar ungeeignet, den beiden männlichen Tieren auf Dauer ein lebenswertes Dasein auf der Kellerranch zu bieten. Doch bis ein endgültiges, klimatisch zuträgliches Zuhause gefunden ist, sollen sie auf dem Gnadenhof bleiben. Unterstützung bei der Suche nach einer endgültigen Bleibe erhält der Tierhilfeverein vom Geschäftsführer des Kölle-Zoos, Matthias Pohl.

Wir wünschen uns für die beiden liebenswerten Riesen ein One-Way-Ticket in ein warmes Land mit geschütztem Wildtierpark

so Karl-Heinz Keller, 1. Vorsitzender des Tierhilfevereins Kellerranch e.V. Der Verein rechnet damit, dass sich dies schwierig gestalten wird, wenn nicht ein kleines Wunder geschieht. Der augenblickliche Sommer ist für die beiden Tiere der Winter und wenn es kühler wird und hier wirklich Winter ist, muss die Heizung auf vollen Touren laufen. Auch diese beiden Riesenschildkröten, die inzwischen auf Siegfried und Roy getauft wurden, suchen nun Paten, die mit ihren Spenden für ein kuscheliges Winterquartier, tierärztliche Behandlungen und Futter sorgen.

 

Allgemeine Zeitung - RHEIN MAIN PRESSE 27. Juli 2013


Happy End für schwere Fälle: Gnadenhof Keller-Ranche gibt Mainzer Tieren ein Zuhause


Von Kirsten Strasser

 

Die Wilde Hilde lebt mit zwei weiteren Waschbären in einem großen Gehege. Ausgewildert wird sie nicht: Da droht der Abschuss! Foto: Sascha Kopp
WEITERSTADT / MAINZ


Sally bot einen erbärmlichen Anblick, als sie im November letzten Jahres gefunden wurde. Die kleine Hündin irrte auf einer vierspurigen Straße in Mainz herum; sie war völlig ausgetrocknet, und ein Tumor hatte ihr linkes Auge aus seiner Höhle gedrückt. Sie kam ins Mainzer Tierheim, wurde notoperiert. Dort sah sie Karl-Heinz Keller zum ersten Mal. Zitternd, mit nur noch einem Auge, vor Angst unter sich machend – Sally kam mit dem oft hektischen Tierheimalltag nicht zurecht. Keller schnappte sich die Kleine und brachte sie auf seine Keller-Ranch bei Weiterstadt – wie schon so viele Tiere aus Mainz hat nun auch Sally hier ihr endgültiges Zuhause gefunden.

 

Der Gnadenhof Keller-Ranch, eine knappe halbe Autostunde von Mainz entfernt, ist eine Auffangstation für Tiere aller Art. Für gequälte, vernachlässigte, geschundene Kreaturen, für ausgemusterte Vierbeiner, deren einstige Herren ihrer überdrüssig wurden. Oder einfach für Pechvögel wie jene kleine Elster, die in Mainz aus dem Nest plumpste und jetzt von den Kellers per Hand großgezogen wird. Rund 300 Tiere leben auf der Ranch, dazu gibt es 300 Geschichten, viele beginnen sehr traurig und fanden hier ihr Happy End.

 

Robbie darf für immer bleiben


Einer der jüngsten Zuwächse auf dem Gnadenhof sind zwei Dornschildkröten, jede 40 Kilo schwer und fast so groß wie ein Bobbycar. Sie wurden fast 40 Jahre lang in einem Keller gehalten. „Man hat sie bei einem alten Mann gefunden, als dieser ein Pflegefall wurde und ins Heim musste“, erzählt Karl-Heinz Keller. Die beiden Schildkröten-Bullen werden wohl nur übergangsweise bei ihm leben, „die sollen in einen Park auf Teneriffa, da sind sie besser aufgehoben.“

Robbie darf für immer bleiben. Die kleine Ziege wurde bei der Räumung einer Privatfarm gefunden; keiner glaubte, dass sie überleben würde. Robbie war halbverhungert und klapperdürr; das Halsband, an dem sie ihr ganzes Leben lang angekettet war, war in die Haut eingewachsen. Die kleine Kämpferin erholte sich dank der aufopfernden Pflege und lebt heute in dem großen Ziegen- und Lamagehege auf der Keller-Ranch. Dort hat übrigens Gans Mia das Sagen – das aufmüpfige Federvieh schüchtert sogar die großen Alpakas ein. Etwa Momo – er wurde einst als „Rasenmäher“ in einer Garage gehalten.

Paviane, Emus, Nutrias, Hühner, Wildschwein und Hängebauchschweine, Waschbären, Papageien, Pferde, Hunde und Katzen sowieso... auf dem Gnadenhof tummelt sich eine bunte Mischung aus Wild-, Haus- und Nutztieren. Mittendrin leben Karl-Heinz und Jutta Keller, sie sind sieben Tage die Woche, 52 Wochen im Jahr für ihre Tiere da. Was sie an Geld hatten, haben sie in ihren Gnadenhof gesteckt, ansonsten finanziert er sich über Spenden, Patenschaften und kleine Zuschüsse.

Es sind immer die Menschen, die Tieren übel mitspielen

Nicht nur Tiere sind auf der Keller-Ranch gerne gesehen, die Kellers sind auch ausgesprochen menschenfreundlich. Besucher sind immer willkommen, vor allem Kinder, die den richtigen Umgang mit Vierbeinern lernen sollen. Denn es sind immer die Menschen, die Tieren übel mitspielen. Fast unfassbare Beispiele dafür sind zwei ehemalige Zirkuseselchen. Pia, die schon lange auf der Ranch lebt, hat heute noch einen vernarbten Rücken – sie wurde gezwungen, durch Feuerreifen zu springen. Igor ist erst seit wenigen Wochen bei den Kellers. Noch immer ist er mager; anfangs war er so schwach, dass er, wenn er sich hingelegt hatte, morgens auf seine dürren Beinchen gehoben werden musste.

Neben dem Aufpäppeln von solchen Tieren ist Kellers Spezialität auch das Auswildern vor allem von Vögeln – deshalb arbeitet das Mainzer Tierheim auch gerne mit ihm zusammen. „Sie haben mir gerade wieder einen Schwung Enten gebracht“, grinst Karl-Heinz Keller. Es ist eben ein Glücksfall auch für die Mainzer Tierwelt, dass es die Keller-Ranch gibt.

 

Echo - online 10. Juli 2013
Igor sucht nach einem Paten


Tierleben – Abgemagerter Esel aus dem Zirkus findet Zuhause

auf dem Gnadenhof Keller-Ranch

 

Aufgepäppelt werden muss Esel Igor in Weiterstadt. Helferin Tabea Müller gibt ihm Futter. Foto: André Hirtz
WEITERSTADT. 


Der Weiterstädter Tierhilfeverein Kellerranch sucht Paten für den Esel Igor. Das Tier ist seit Ende Juni auf dem Gnadenhof, nachdem er dort von einem Zirkus abgegeben wurde. Streicht man dem Esel über Fell, spürt man immer noch die Wirbel, Rippen und Beckenknochen. „Wenn er sich hinlegt, hat er keine Kraft zum Aufstehen“, beschreibt Karl-Heinz Keller, dass der Esel lange Zeit kaum gefressen hatte.

Ein weiterer Hinweis darauf seien die Zähne, die behandelt werden mussten. „Wenn die Zähne keine Reibung haben, wachsen sie hoch und bilden Haken“, sagt Keller, der vermutet, dass andere Tiere Igor weggedrückten und nicht fressen ließen. „Schön war, dass der Zirkus von sich aus den Esel abgeben hat“, sagt Karl-Heinz Keller und dankte auch der Initiative einer unbekannten Dame. Diese Tierfreundin habe den Esel gesehen, telefonisch bei der Kellerranch angefragt, ob Platz sei und dann den Zirkusbesitzer überzeugt, das Tier abzugeben.

„Jetzt ist der Esel in Behandlung“, beschreibt Tabea Müller, die ehrenamtlich die Arbeit auf der Kellerranch unterstützt. „Das wird einige Zeit dauern.“ Viele kleine Dinge seien neben der Unterernährung dazugekommen. „Diese Woche muss er gebadet werden“, sagt sie und weist auf einen Pilz im Fell hin. Und eine Wurmkur sei auch schon notwendig gewesen.

Der Tierhilfeverein sucht nun die Dame, die den Esel gerettet hat, sowie Paten für Igor, die mit einmaligen oder monatlichen Spenden, einen Teil der Behandlung und Unterbringung übernehmen. „Ein Tier kann ja mehrere Paten haben“, sagt Karl-Heinz Keller. Auch kleine Spendenbeträge würden helfen.

 

Jugendtierschutztag in Weiterstadt
Kellerranch wird zum Klassenzimmer

 

Quelle: Weiterstadtnetz.de 06.07.2013

Weiterstadt, 06. Juli 2013. (red/pm) Spielerisch etwas über Tiere auf der Kellerranch lernen und gleichzeitig noch Spaß haben – das war das Konzept des zweiten Jugendtierschutztreffens in Weiterstadt auf dem Gnadenhof Kellerranch.

Der Gnadenhof Kellerranch informiert:

Die Kinder und Jugendlichen der hessischen Tierschutzvereine waren eingeladen, am zweiten Jugendtierschutztreffen teilzunehmen. Am 29. Juni trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wiesbaden, Offenbach und Weiterstadt zur Weiterbildung und zum Erfahrungsaustausch. Natürlich standen viele Themen rund um den Tierschutz auf dem Programm. Der Kölle-Zoo Weiterstadt spendete die T-Shirts, die gleich zu Beginn ihre Verwendung fanden, die Baseball-Caps wurden mit dem eigenen Namen beschriftet. Danach übernahm Karl-Heinz Keller die Führungen der Gruppen und wusste zu allen Tieren auf dem Gnadenhof die Vorgeschichte zu berichten. Einige stammen aus Zirkussen, andere wurden vom Veterinäramt beschlagnahmt und viele wurden auf der Kellerranch auch einfach entsorgt, weil sie nicht mehr ins Lebenskonzept der Besitzer passten.

Quiz, Rallye, Ponyreiten

Nach dem Mittagessen öffnete Sabine Sobolewski die Open-Air-Schule auf dem Kellerranch-Spielplatz. Sie ist angehende Tierhaltungsberaterin und Tierpsychologin und veranstaltete zuerst ein Ratespiel, in dem die Kinder herausfinden sollten, welches Tier heute durchgenommen wird. Es handelte sich um den Wolf. Die Kinder lernten viel Interessantes über die Wölfe und am Ranch-Hund Soy wurden dann die Unterschiede zwischen Wolf und Hund anschaulich erklärt. Die Kinder waren mit viel Freude bei der Sache und so haben die für alle richtigen Antworten verteilten Süßigkeiten schnell die Besitzer gewechselt.

Anschließend besuchte die Gruppe den im letzten Jahr aufgenommenen Pastellfuchs Don Chango, ein ausrangiertes Film- und Fotomodell, der auf der Kellerranch sein endgültiges Zuhause gefunden hat. Frau Sobolewski fütterte den Fuchs und erklärte dabei den Unterschied zwischen Wolf und Fuchs, die unter anderem in der freien Natur beide ihr Futter vergraben.

Nach so viel Unterricht durften sich die Kinder bei der Tier-Rallye über das Gelände austoben und anschließend einige Runden auf den Ponys drehen. Ein Teil der Kinder und Jugendlichen übernachtete auf der Kellerranch und half am nächsten Morgen nach dem Frühstück noch die Pferde ausmisten. Glücklich und mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck bedankten und verabschiedeten sich die Kinder und Jugendlichen von den Organisatoren und ihren Betreuer und wünschten sich ein nächstes Treffen.

 

Quelle: Wochen Kurier 13.06.2013
Quelle: Weiterstadtnetz.de 05.06.2013
Quelle: Wochen Kurier 04.04.2013

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WEITERSTADT Echo 12. März 2013 | mawi

 

Pläne für Hotelprojekt gehen in die nächste Runde

 

Baurecht – Weiterstädter Parlament beschließt Offenlage des Vorhabens am Steinrodsee – Reduziert auf zwei Geschosse WEITERSTADT.

 

Mit einer Mehrheit von 20 zu elf stimmte das Weiterstädter Stadtparlament für die „Freizeitanlage am Apfelbach“ nahe des Gräfenhäuser Steinrodsees. Ein breiter Teil der SPD-ALW-Kooperation votierte dafür, vier Stadtverordnete dagegen. Auch zwei CDU-Vertreter waren dafür sowie zwei Stadtverordnete der Freien Wähler und der Vertreter der Bürgerpartei. Die nach Hinweisen vom Regierungspräsidium geänderten Pläne werden in den nächsten Wochen für die offizielle Bürgerbeteiligung im Rathaus öffentlich ausgelegt – der nächste Schritt im Genehmigungsverfahren. Bürgermeister Peter Rohrbach (ALW) sprach sich für die von drei auf zwei Geschosse reduzierte Anlage mit Hotel aus. „Wir reden hier über ein Gebiet, das vom Bebauungsplan her ein Freizeitgelände ist.“ Es sei auch kein Naturschutzgebiet. Rohrbach erinnerte außerdem an den Hotelbettenbedarf in Weiterstadt, den eine Umfrage der Stadt bei Unternehmen und eine IHK-Analyse ergeben hätten. „Frage ist nicht, ob wir ein Hotel brauchen, sondern wo“, erwiderte CDU-Fraktionschef Lutz Köhler. Den Hotelbedarf sehe auch die CDU, die die Reduzierung des Baukörpers begrüßte. Köhler erinnerte auch daran, dass noch immer kein städtebaulicher Vertrag mit dem Investor vorliege. ALW-Vertreter Ernst Ludwig Becker hatte ebenfalls gegen das Projekt in der Nähe des Steinrodsees gesprochen. „Wenn wir ein Hotel brauchen, sollte es dort stehen, wo man es mit Bus und Bahn erreichen kann“, warb er für einen anderen Standort. Auch solle man Umwelt- und Klimaschutz ernst nehmen. SPD-Fraktionsvorsitzende Heike Hofmann sprach für die Befürworter und Gegner in ihrer Fraktion. Einige befürchteten Erschließungsprobleme und eine zu massive Bebauung, sagte Hofmann. „Wir finden aber, dass in der Vorlage einiges substanziell nachgebessert wurde.“

 

Einstimmig beschloss das Stadtparlament außerdem Offenlagebeschlüsse zu Bebauungsplänen „Im Laukesgarten“, Oberwiesenweg und der Kellerranch. Der Gnadenhof Kellerranch zwischen B 42 und Im Triesch wird damit als Sondergebiet „Tierauffangstation“ mit Vereinsheim, Schulungsgebäude und dazugehörigem Wohnen neu geordnet.

Quelle: Südhessenwoche 02.02.2013 Quelle: Südhessenwoche 02.02.2013
Quelle: Darmstädter Echo 19.01.2013

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