Im April wurden wir um Amtshilfe bei der Räumung einer Privatfarm gebeten, deren Besitzer ins Pflegeheim kam.

Die Betreuerin hatte einen Bekannten des Besitzers gebeten, die Tiere an uns zu übergeben. Als wir mit Pferdeanhänger und mehreren Transportboxen auf dem Gelände ankamen, weigerte sich der Bekannte, die Tiere herauszugeben. Er hatte zuvor längere Zeit die Tiere versorgt.

Uns blieb leider nichts anderes übrig, als mit Hilfe der herbeigerufenen Polizei den Räumungsbescheid auszuführen.

Doch was wir dann an Tieren zu sehen bekamen, war wieder einmal erschütternd.

Das Geflügel war von Parasiten befallen, die Hühner hatten derart lange und verbogene Krallen, dass sie kaum auf den Füßen stehen konnten. Am schlimmsten stand es um die Ziege, die anscheinend ihr bisheriges Leben mit einem Halsband an einer kurzen Kette angebunden war. Sie war klapperdürr, hat wohl nur wenig zu fressen bekommen und durch die Anbindehaltung auch keine Muskulatur.

Wir hatten wenig Hoffnung, dass sie überlebt. Aber sie ist eine kleine Kämpferin und mit Hilfe unseres Tierarztes Dr. Hanebuth können wir ihr nun endlich ein artgerechtes Leben ermöglichen.