Tierhorting

 

Tierhorten (auch: Tiersammelsucht, engl. animal hoarding) ist eine psychische Störung, die zum unkontrollierten Halten und Sammeln von lebenden Haustieren führt. Die Haltungsbedingungen unterschreiten alle Standards der Tierhaltung (Hygiene, Pflege, Fütterung, tierärztliche Versorgung). In späten Stadien kommt es zur völligen Verwahrlosung des Tierbestandes. Der Tierhorter ist dabei unfähig, diese Missstände zu erkennen und zu beseitigen.

Die wichtigste Ursache ist Einsamkeit und die Angst vor totaler Isola-tion. Die Haustiere werden als „Partnerersatz“ oder als „Ersatzfamilie“ betrachtet. Jedes neue Tier bedeutet ein weiteres Glücksgefühl. In manchen Familien, bei denen Tiere den Kindern bevorzugt werden, entwickelt sich auch ein Hoarding-Verhalten. Ein anderer Grund ist das zwanghafte Bedürfnis zu helfen. Das kann beispielsweise dann eintreten, wenn Tiere ausgesetzt werden oder aus einem Tierheim nicht vermittel-bar sind.

An dieser Stelle eine herzliche Bitte an alle Leser: Wenn Sie solch arme Kreaturen in Privatbesitz antreffen, scheuen Sie sich nicht, das zuständige Veterinäramt einzuschalten.