Unsere Lina war eines der Welpen bei diesem verunglückten Tiertransportes

Hundedrama auf der A61: Welpenhandel boomt 


Auf der A61 bei Schifferstadt ist am 1. März ein Tiertransport verunglückt. Ein Händler aus Tschechien hatte 113 Hunde geladen, in der Auffahrt Schifferstadt kam er auf der Fahrbahn ab und stürzte mit seinem Sprinter um. Ein Hund wurde getötet und sieben weitere verletzt. Die Hunde wurden in vier Tierheime des Landesverbandes verteilt.
Der Landesverband Rheinland-Pfalz warnt dringend vor dem Kauf von Hundewelpen über Händler und via Internet.

„Diese Hundeimporte aus irgendwelchen Hinterhof-Tierfabriken gehen auf Kosten aller beteiligten Tiere. Die Welpen werden zu früh von den Müttern, die als Gebärmaschinen missbraucht und unter schlimmsten Bedingungen gehalten werden, getrennt. Oft fehlen Impfungen und Begleitpapiere wie der Heimtierausweis und auch die Kennzeichnung. Viele sind, auch durch die Strapazen der langen Transportfahrten, geschwächt und kaum überlebensfähig. Krankheiten und Verhaltensstörungen sind die Folge“, warnt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Etliche Käufer merken erst zu Hause, dass das vermeintliche Schnäppchen kostspielig wird. Weil die Kosten der nötig werdenden tierärztlichen Behandlung nicht aufgebracht werden können, landen die Tiere dann in den Tierheimen des Deutschen Tierschutzbundes. Dort ringen sie nicht selten mit dem Tod, weil jede Hilfe zu spät kommt.

 

„Dies ist leider kein Einzelfall, denn der Handel mit Welpen boomt, und nur selten werden die Händler, wie hier, auf frischer Tat ertappt. Immer wieder müssen Tierheime Hunde aufnehmen, die vom Zoll oder von der Polizei beschlagnahmt wurden. Und das nicht nur im Grenzbereich oder an den Flughäfen, sondern bundesweit“, weiß Andreas Lindig, Vorsitzender des Landesverbandes Rheinland-Pfalz.

 

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