Würmchen beißt sich durch

 

Würmchen heißt eigentlich Fanny und wurde mit ihrer Mama und 4 Geschwistern als Fundtiere am 19.09.2016 bei uns abgegeben. Die Katzenbabies waren zu diesem Zeitpunkt ca. 7 Wochen alt. Doch Würmchen konnte ihre Hinterbeinchen nicht bewegen, die waren ausgestreckt und sie hatte kein Gefühl darin.

 

So zog sie gleich wieder aus unserem Tierheim aus und wurde als special guest in unserer Tierarztpraxis aufgenommen, untersucht, geröngt und weiter beobachtet. Warum Würmchen steife Hinterbeinchen hatte, kann man nicht eindeutig sagen, möglicherweise ein Unfall.

 

Würmchen machte es sich also in der Tierarztpraxis gemütlich und eroberte die Herzen der MitarbeiterInnen im Sturm. Anfang Oktober zog sie um in ihre Pflegestelle und hat seitdem enorme Fortschritte gemacht. Sie ist aufgeweckt, neugierig, clever und es macht ihrem Pflegefrauchen richtig Spaß zuzusehen, wie sie jeden Tag besser ihre Hinterbeinchen einsetzen kann. Sie ist inzwischen geimpft und gechipt und wenn sie noch mehr Muskeln aufgebaut hat, darf sie in ein eigenes zuhause umziehen.

 

Ihre Geschwister sind inzwischen vermittelt, die Mama kastriert und wieder an ihre gewohnte Futterstelle zurück gesetzt worden.

 

Dieser Fall zeigt wie wichtig es ist, seine Freigänger-Katzen kastrieren zu lassen. Wir appelieren deshalb erneut an alle Katzenhalter, ihre Katzen kastrieren zu lassen. Denn Katzen, die auf Freiersfüßen wandeln (egal ob männlich oder weiblich), sind potenzielle Verkehrsopfer, die nicht selten an- oder überfahren im Straßengraben (ver)enden, weil sie ihrem Instinkt folgen.

 

Vor einigen Wochen hatten wir eine Fundkatze, ihr musst nach so einem Unfall ein Bein amputiert werden.

 

17.11.2016

Ingrid Günkel – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit