Vereinssatzung des Tierhilfeverein Kellerranch e.V.

§ 1     Name und Sitz

1.     Der Verein führt den Namen „Tierhilfeverein Kellerranch e.V.“.
2.     Er ist im Vereinsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter VR 3131     

        eingetragen.
3.     Der Verein hat seinen Sitz in Weiterstadt.
4.     Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr für steuerliche Zwecke.

§ 2     Zweck

1.    Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im

       Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

2.     Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche

        Zwecke.

3.    Der Verein vertritt und fördert den Tierschutzgedanken vor allem im Hinblick auf

       artgerechte Tierhaltung. Den Mitgliedern soll der Kontakt mit Tieren ermöglicht 

       und der richtige Umgang (Fütterung, Haltung ) mit den Tieren vermittelt werden.

4.    Den Mitgliedern soll Gelegenheit zur Teamarbeit und Austausch von Erfahrungen

       gegeben werden.

5.    Der Satzungszweck wird verwirklicht durch: Führungen für Kindergärten und

       Schulklassen, Aufklärungsunterricht in Schulen, Beratung bzgl. Tierhaltung für

       Besucher, Arterhaltung seltener Hühnerrassen, Auffangstation für artgeschützte 

       Tiere.

§ 3     Verwendung der Vereinsmittel

1.    Alle Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet

       werden.

2.    Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

3.    Die Organe des Vereins sind ehrenamtlich tätig.

4.    Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind

       oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

5.    Falls jedoch die anfallenden Arbeiten das zumutbare Maß ehrenamtlicher 

       Tätigkeit übersteigt, obliegt es dem Vorstand, ggf. unbedingt notwendiges

       Hilfspersonal anzustellen. Für diese Tätigkeiten dürfen keine unverhältnismäßig

       hohen Vergütungen gewährt werden. Vergütungen im Rahmen der  Ehrenamts-

       pauschale können jedoch vom Vorstand beschlossen und an Mitglieder

       ausgezahlt werden.
 

§ 4     Mitgliedschaft

1.    Vereinsmitglieder können natürliche volljährige Personen, aber auch juristische

       Personen, Vereine oder Gesellschaften werden. Jugendliche unter 18 Jahren 

       bedürfen der schriftlichen Erlaubnis der Eltern. Mitglieder der Jugendgruppe

       müssen mindestens acht Jahre alt sein. Stimmberechtigt sind  Mitglieder erst ab

       Volljährigkeit.

2.    Die Mitgliedschaft ist schriftlich gegenüber dem Vorstand zu beantragen. Über 

       die Aufnahme entscheidet der Vorstand mit einfacher Mehrheit. Der Bewerber ist 

       über die Entscheidung zu unterrichten. Bei Ablehnung des Aufnahmeantrags ist

       der Vorstand nicht verpflichtet, dem Antragsteller die Gründe mitzuteilen.

3.    Das Mitglied verpflichtet sich zur Zahlung des von der Mitgliederversammlung

       festgelegten Vereinsbeitrags.

4.    Die Ehrenmitgliedschaft kann Personen, die sich um den Verein außerordentlich

       verdient gemacht haben, durch Beschluss der Mitgliederversammlung, die einer

       Zwei-Drittel-Mehrheit bedarf, verliehen werden.


§ 5     Beendigung der Mitgliedschaft

1.    Die Mitgliedschaft gilt auf unbestimmte Zeit. Sie endet durch Austritt, Ausschluss

       oder Tod des Mitglieds.

2.    Der Austritt kann jederzeit schriftlich gegenüber dem Vorstand zum Ende eines

       Geschäftsjahres mit einer Frist von drei Monaten schriftlich erklärt werden.

3.    Ein Mitglied kann ausgeschlossen werden, wenn es

    -    mit der Entrichtung des Jahresbeitrages ganz oder teilweise trotz zweimaliger             Mahnung im Rückstand ist
    -    den satzungsgemäßen Zwecken des Vereins zuwider handelt    
    -    das Ansehen des Vereins schwer geschädigt hat    
    -    den Vereinsfrieden nachhaltig stört

Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand mit Zwei-Drittel-Mehrheit.

Der Beschluss ist unanfechtbar.

4.     Mit der Beendigung der Mitgliedschaft erlöschen alle Rechte und Pflichten

        gegenüber dem Verein.
    Ein Anspruch auf Rückerstattung bereits gezahlter Beiträge besteht jedoch nicht.

5.     Einem Ehrenmitglied kann die Mitgliederversammlung mit Zwei-Drittel-Mehrheit

        die Ehrenmitgliedschaft aberkennen, wenn es sich der erwiesenen Ehre als

        unwürdig erweist.
 

§ 6     Mitgliedsbeiträge und Spenden
 
1.    Die Mitgliedsbeiträge werden in ihrer Art und Höhe von der  Mitglieder-

       versammlung festgelegt.

2.    Die Höhe der Jahresbeiträge von juristischen Personen, Vereinen oder

       Gesellschaften setzt der Vorstand im Einvernehmen mit diesen fest.

3.    Der Vereinsbeitrag ist im Jahre des Eintritts nach erfolgter Aufnahme und danach

       jeweils zu Beginn eines jeden Jahres bis zum 31. Januar ohne besondere

       Aufforderung zu zahlen.

4.    Mitgliedern, die unverschuldet in Not geraten sind, können Beiträge gestundet

       oder für die Zeit der Notlage teilweise oder ganz erlassen werden. Hierüber

       entscheidet der Vorstand.

5.    Ehrenmitglieder sind von Beitragszahlungen befreit

6.    Jedermann kann dem Verein Spenden überweisen, die für die Zwecke des

       Vereins verwendet werden müssen.


§ 7     Rechte und Pflichten der Mitglieder
    
Jedes ordentliche Mitglied ist berechtigt, an der Willensbildung im Verein durch Ausübung des Antrags-, Diskussions- und Stimmrechts an der Mitgliederver-sammlung teilzunehmen. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Eine Übertragung

des Stimmrechts ist unzulässig.

§ 8     Organe des Vereins

Organe des Vereins sind:

1.    die Mitgliederversammlung
2.    der Vorstand
3.    die Jugendversammlung


§ 9     Mitgliederversammlung

1.     Die ordentliche Mitgliederversammlung findet mindestens einmal jährlich statt.

        Sie wird von dem/der 1. Vorsitzenden unter Bekanntgabe der Tagesordnung

        einberufen. Die Einladung hat allen Mitgliedern mindestens 2 Wochen vor der

        Mitgliederversammlung schriftlich zuzugehen.

2.     Eine außerordentliche Mitgliederversammlung findet statt, wenn Maßnahmen 

        des Vereins es erfordern, oder wenn ein Zehntel der Mitglieder unter Angabe

        der Tagesordnung die Einberufung beim Vorstand schriftlich beantragt. Für die

        Einberufung gilt Absatz 1.

3.     Die Mitgliederversammlung wird durch den/die 1. Vorsitzende/n, im Falle seiner

        Verhinderung, durch den/die 2. Vorsitzende/n geleitet.

4.     Jede Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der erschienenen

        Mitglieder beschlussfähig, wenn ordnungsgemäß eingeladen worden ist.

5.     Bei der Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der erschienenen

        Stimmberechtigten durch Handzeichen. Es genügt einfache Stimmenmehrheit,

        Stimmengleichheit bedeutet Ablehnung. Ungültige Stimmen und Enthaltungen

        werden nicht mitgezählt. Für Satzungsänderungen ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit

        erforderlich. Stimmberechtigt sind alle volljährigen Mitglieder mit einer Stimme.

6.    In der ordentlichen Mitgliederversammlung ist von dem/der 1. Vorsitzenden oder

       dem/der 2. Vorsitzenden ein Tätigkeitsbericht zu erstatten. Der/die Kassenwart/in

       gibt seinen/ihren Jahreskassenbericht ab sowie der/die Jugendwart/in

       seinen/ihren Jahresbericht.

7.    Die Mitgliederversammlung entscheidet über alle wichtigen Angelegenheiten des

       Vereins, soweit sie nicht dem Vorstand zur eigenen Entscheidung überlassen

       wurden. Insbesondere hat sie

a)    über die Annahme und Änderung der Satzung zu beschließen

b)    die nach der Satzung notwendigen Wahlen vorzunehmen

c)    den Kassenbericht über die Einnahmen und Ausgaben des abgelaufenen

       Rechnungsjahres entgegen zu nehmen und über die Entlastung des Vorstands

       zu beschließen

d)    den/die von der Jugendversammlung gewählte/n Jugendwart/in zu bestätigen

e)    über die Ernennung von Ehrenmitgliedern und die Aberkennung der

       Ehrenmitgliedschaft zu beschließen

f)     die Höhe der zu erhebenden Mitgliedsbeiträge zu bestimmen über die Auflösung

       des Vereins zu entscheiden.

§ 10     Anträge an die Mitgliederversammlung

Anträge aus den Reihen der Mitglieder sind dem Vorstand mit kurzer Begründung mindestens sieben Tage vor Zusammentritt der Mitgliederversammlung einzureichen. Später eingehende Anträge werden als Dringlichkeitsanträge behandelt, die nur von der Mitgliederversammlung mit  einfacher Mehrheit anerkannt werden können.

Der Vorstand entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen, ob fristgerecht eingereichte Anträge auf die Tagesordnung gesetzt werden. Sie müssen es, wenn

sie die Unterstützung von mindestens einem Drittel der Vereinsmitglieder haben.

§ 11     Vorstand

1.      Der geschäftsführende Vorstand besteht aus dem/der:      
       
         1. Vorsitzenden
         2. Vorsitzenden
         Kassenwart/in
         Schriftführer/in
         Jugendwart/in

Darüber hinaus können noch bis zu fünf  Beisitzer (erweiterter Vorstand) gewählt werden.

2.    Die Mitglieder des Vorstands werden in der Mitgliederversammlung auf die Dauer

       von zwei Jahren mit einfacher Stimmenmehrheit gewählt. Der Vorstand bleibt bis

       zu einer Neuwahl im Amt. Eine Wiederwahl ist zulässig.

§ 12     Aufgabenbereich des Vorstandes

1.     Der/die 1. Vorsitzende, der/die 2. Vorsitzende und der/die Kassenwart/in

        vertreten den Verein, nach  § 26 BGB gerichtlich und außergerichtlich.

        Für jede/n von Ihnen besteht Einzelbefugnis.

2.    Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle Vorstandsmitglieder zu einer

       Vorstandssitzung eingeladen und mindestens die Hälfte der Vorstandsmitglieder

       anwesend sind oder alle einem Beschluss schriftlich zugestimmt haben.

3.     Der Vorstand bereitet die Mitgliederversammlung vor.

4.    Der/die 1. Vorsitzende lädt zu den Vorstandssitzungen ein und leitet sie, im

       Verhinderungsfall der/die  2. Vorsitzende. Die Einladung kann schriftlich, per

       e-Mail, fernmündlich oder mündlich erfolgen. Über den wesentlichen Gang ist

       eine Niederschrift zu fertigen. Diese muss von dem/der die Sitzung Leitenden

       und dem/der Protokollführer/in unterzeichnet werden.

5.     Der Vorstand beschließt mit Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die

        Stimme des/der Vorsitzenden den Ausschlag. 

6.    Dem Vorstand obliegt die Vereinsgeschäftsführung sowie die Verwaltung des

       Vereinsvermögens. Der/die 1. Vorsitzende überwacht die Einhaltung der

       Beschlüsse des Vorstands und der Mitgliederversammlung.

§ 13     Vereinsjugend

1.      Zur Vereinsjugend gehören alle Kinder und Jugendliche von 8  bis zur

         Vollendung des 18. Lebensjahres sowie die gewählten und berufenen

         Mitarbeiter/innen der Vereinsjugendarbeit.
         Die Vereinsjugend führt und verwaltet sich im Rahmen dieser Satzung und der

         Jugendordnung selbständig. Sie entscheidet über die ihr zur Verfügung

         gestellten Mittel in eigener Zuständigkeit.    

2.     Sie wird geleitet durch einen Jugendvorstand. Dieser wird in einer 

        Jugendvollversammlung gewählt. Der/die Jugendwart/in vertritt die Interessen

        der Jugend im Vorstand. Alles weitere regelt die Jugendordnung, die von der

        Jugend zu entwerfen und zu beschließen ist und durch die Mitglieder-

        versammlung mit einfacher Mehrheit bestätigt werden muss.

§ 14     Beurkundung der Beschlüsse der Vereinsorgane  
    
Die von den Vereinsorganen (§ 8) gefassten Beschlüsse sind schriftlich niederzulegen und von dem/der jeweiligen Sitzungsleiter/in und dem/der Schriftführer/in zu unterzeichnen.  

§ 15     Haftung des Vereins gegenüber seinen Mitgliedern     

Für Schäden, gleich welcher Art, die einem Vereinsmitglied aus der Teilnahme an Veranstaltungen oder durch Benutzung der Vereinseinrichtungen oder im Umgang mit den Tieren entstehen, haftet der Verein nur, wenn einem Organmitglied oder einer sonstigen Person, für die der Verein nach den Vorschriften des bürgerlichen Rechts einzustehen hat, Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last gelegt werden kann.

§ 16     Kassenwesen und Rechnungsprüfung

1.    Der/die Kassenwart/in ist für die ordnungsgemäße Erledigung der

       Kassengeschäfte verantwortlich. Über alle Einnahmen und Ausgaben ist

       Buch zu führen.

2.     Am Ende eines Geschäftsjahres legt der/die Kassenwart/in gegenüber den

        Kassenprüfern Rechnung ab.

3.    Die Mitgliederversammlung wählt jährlich oder auf Anordnung einer

       außerordentlichen Mitglieder versammlung aus ihrer Mitte zwei Rechnungsprüfer,

       die nicht Mitglieder des Vorstands sein dürfen, welche die Geschäfte des Vereins

       auf rechnerische Richtigkeit überprüfen und der folgenden Mitglieder-

       versammlung einen entsprechenden Bericht über die getroffenen Feststellungen

       erstatten. Die Aufnahme evtl. Verbindlichkeiten muss in der Mitglieder-

       versammlung mit einer 2/3-Mehrheit beschlossen werden.

§ 17     Kooptationen (Zuwahlen)

Der Vorstand hat das Recht, seinen Kreis durch sachverständige Personen zu erweitern. Die kooptierenden Vorstandsmitglieder haben in den Beratungen kein Stimmrecht. Ihre Amtszeit endet mit der Amtszeit des sie kooptierenden Vorstandes, wenn sie nicht durch Zeitablauf endet.

§ 18     Tierheimverwaltung       

Hat der Verein ein Tierheim errichtet, so obliegt die Verwaltung des Tierheims dem Vorstand. Dieser kann hierfür einen Tierheimleiter im Sinne der Tierheimordnung des Deutschen Tierschutzbundes beschäftigen. Der Tierheimleiter ist dem Vorstand für die ordnungsgemäße Verwaltung des Tierheims verantwortlich.

§ 19     Verbandsmitgliedschaften

Der Verein ist Mitglied im Landestierschutzverband Hessen e. V. sowie im Deutschen Tierschutzbund e. V.


§ 20     Auflösung des Vereins

1.     Die Auflösung des Vereins erfolgt durch Beschluss der Mitgliederversammlung.

        Der Beschluss bedarf einer Zwei-Drittel-Mehrheit der anwesenden Mitglieder.

2.    Die Mitgliederversammlung, die die Auflösung des Vereins beschließt, hat

       gleichzeitig auch Liquidatoren zu wählen. Diese wickeln die Vereinsauflösung

       schnellstmöglich ab. Wird kein Beschluss gefasst, sind der/die 1. Vorsitzende und

       der/die 2. Vorsitzende automatisch zu Liquidatoren ernannt. Die Rechte und

       Pflichten der Liquidatoren bestimmen sich nach den Vorschriften des

       Bürgerlichen Gesetzbuches.

3.     Im Falle der Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke

        fällt das Vermögen des Vereins an den Landestierschutzverband Hessen e. V.

        der es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige, mildtätige oder

        kirchliche Zwecke zu verwenden hat.“

§ 21      Satzungsänderung     

Eine Satzungsänderung kann nur in einer Mitgliederversammlung mit der in § 9 Abs. 5 festgelegten Stimmenmehrheit beschlossen werden.    Eine Beschlussfassung über eine Satzungsänderung kann nur erfolgen, wenn die Änderungen einschließlich einer kurzen Begründung unter Beachtung der für die Einladung zur Mitglieder-versammlung geltenden Frist und Form allen Mitgliedern mitgeteilt worden ist.

§ 22     Schlussbestimmung     

Soweit in der Satzung nicht anders bestimmt, gelten die Bestimmungen des BGB.

§ 23     Inkrafttreten     

Die Änderung der Satzung wurde in der Mitgliederversammlung vom 15. Mai 2014 mit der hierfür erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit beschlossen und am 18. September 2014 im Vereinsregister beim Amtsgericht Darmstadt rechtswirksam eingetragen.

 



Tierhilfeverein Kellerranch e. V.  Weiterstadt    

Der Vorstand 

Satzung des Tierhilfeverein Kellerranch e.V.
Satzung-Kellerranch_eV_01-2015.pdf
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