Vermittlung

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10. November 2011  | Von Mirca Waldhecker

Ein neues Leben für „Herrn Knix“

Tierschutz: Derzeit werden viele verwilderte oder ausgesetzte Katzen zur Weiterstädter Kellerranch gebracht. 

Tierärztin Corinna Böhmer nimmt pflegebedürftige Katzen bei sich auf und versucht, sie zusammen mit der Kellerranch in gute Hände weiter zu vermitteln. 

Mehr als 300 Tiere leben derzeit auf der Kellerranch in Weiterstadt. Für viele von ihnen war die Ankunft beim Weiterstädter Tierhilfeverein das Ende einer qualvollen Reise durch die Hände von Menschen, die die Tiere nicht gut behandelten. In Weiterstadt und Umgebung ist die Kellerranch inzwischen gut bekannt. Immer mehr Menschen kämen inzwischen auch, um bei der Pflege der Tiere zu helfen, sagt Karl-Heinz Keller. Viele Leute bringen aber auch Findlinge zur Kellerranch.


Dazu gehören zum Beispiel verwilderte Katzen oder ausgesetzte Katzenbabys. „Herr Knix“ war ein solcher verwilderter Kater. Gefunden wurde er am Braunshardter Tännchen. „Er war völlig verwahrlost, mit Hautpilz befallen, und sein Schwanz war dreifach gebrochen“, berichtet die Braunshardter Tierärztin Corinna Böhmer, die die Tiere auf der Kellerranch medizinisch betreut. Die Verletzungen des kleinen Kerls waren auf Gewalteinwirkung zurückzuführen. „Wegen der Brüche haben wir ihn ,Herr Knix‘ getauft“, erzählt Böhmer.

 

Kontakt

Wer eine Katze bei sich aufnehmen möchte, kann sich bei Corinna Böhmer melden unter 06150 592525.

Die Kellerranch selbst kann all diese Katzen allerdings nicht betreuen, deshalb nimmt Böhmer die pflegebedürftigen Tiere oft als private Pflegestelle auf. „Sobald es den Katzen dann besser geht, versuche ich, sie weiterzuvermitteln.“ Derzeit warten bei ihr viele kleine Katzenkinder auf ein neues Zuhause.
Dass aktuell so viele Katzen zur Kellerranch gebracht werden, liege daran, dass viele Freigänger nicht kastriert sind. „Das Resultat ist eine Flut von Katzen, die langsam aber sicher in vielen Orten zu einem Problem wird.“ Viele Tierheime seien inzwischen überlaufen und verhängten Aufnahmestopps. „Deshalb wollen wir uns für ein Gebot einsetzen, das dazu verpflichtet, freilaufende Katzen zu kastrieren und mit einem Mikrochip registrieren zu lassen“, sagt Böhmer. Auch Politiker wollten sich der Initiative anschließen.
Für „Herrn Knix“ hat derweil ein besseres Leben begonnen: Auf Vermittlung von Corinna Böhmer und der Kellerranch hat er ein neues Zuhause gefunden.

Frettchen Knüffi sucht neues zu Hause.

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Öffnungszeiten

März - Oktober

9.00 bis 18.00 Uhr

November - Februar

9.00 bis 16.00 Uhr

Der Eintritt ist frei. Für eine 99 Cent Spende wären wir jedoch dankbar.

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