Liebe Tierfreunde,

Unsere Vermittlungstiere finden auf unterschiedlichste Weise den Weg

auf die Keller-Ranch.
Von überforderten Haltern ausgesetzte, aus katastrophalen Zuständen gerettete,
vom Veterinäramt beschlagnahmte, “vom Laster gefallene” (illegale Tiertransporte),
gefundene, weggeworfene, misshandelte und hilfebedürftige Tiere erhalten bei uns
auf Dauer oder Zeit ein artgerechtes, liebevolles Quartier.
Traurig, aber wahr – manche zum ersten Mal in ihrem Leben!
 
Eine “zweite Chance” für Tiere aus “zweiter Hand”!
 
Junge, gesunde bzw. gesundgepflegte “Fell - Feder - Borsten Tiere” vermitteln wir gerne wieder in ein Zuhause, in dem sie willkommen sind und man sich der Verantwortung einer solchen “zweiten Chance” bewusst ist.

Sollte Ihr “Wunschtier” nicht dabei sein, fragen Sie uns einfach!
Durch den regelmäßigen Erfahrungsaustausch mit befreundeten
Tierschutzvereinen und Tierheimen können wir sicher weiterhelfen
oder Ihnen die entsprechenden Adressen nennen.

 

Um Ihnen und uns zeitaufwändige Erklärungen zu ersparen, bitten wir Sie,

sich noch einen Moment mit den Überlegungen vor dem Einzug eines Haustieres, den Vermittlungs- und Abgabegebühren vertraut zu machen.





Vermittlungsgebühr und Abgabegebühr

Im Tierschutz stößt man automatisch auf die Begriffe Vermittlungsgebühr (Schutzgebühr) und Abgabegebühr (Aufnahmegebühr).

Die Vermittlungs- sowie die Abgabegebühren entstehen durch eine Mischkalkulation aller bei uns lebenden Tiere. Egal ob jung, alt, gesund, krank oder verhaltensauffällig – jedes Tier hat für uns den gleichen Wert!

Diese Gebühren helfen uns, die Kosten für die benachteiligten, alten und kranken Gnadenbrot-Tiere überhaupt tragen zu können.

Denn durch Spendengelder können diese Kosten nicht aufgefangen werden. Und warum sollten Spender Vermittlungs- oder Abgabegebühren subventionieren? Die Spendengelder werden u.a. dringend benötigt für die Instandhaltung, Neu- oder Umbauten der Tierunterkünfte, Energiekosten, Versicherungen usw.


Überlegungen vor der Anschaffung eines Tieres

Anhand der nachfolgenden Fragen können Sie sich selbst testen, ob Haustiere für Sie in Frage kommen.

 

  • Viele Tiere werden recht alt. Meerschweinchen und Kaninchen können 8 bis 10 Jahre alt werden, Hund und Katze 10 bis 20 Jahre, Ziervögel 10 bis 20 Jahre, Papageien und Kakadus bis 100 Jahre, Schildkröten über 80 Jahre alt werden! Können und wollen Sie sich so lange um diese Tiere kümmern?

 

  • Manche Tierarten, wie Ratten, Hamster und Mäuse hingegen werden meist nicht älter als 2 Jahre. Können Sie und Ihre Kinder damit umgehen, den geliebten Hausgenossen so schnell wieder zu verlieren?

 

  • Sind alle Familienmitglieder mit den neuen Hausgenossen einverstanden und bereit, sich um die Tiere zu kümmern?

 

  • Liegen evtl. Allergien vor? Alle Familienmitglieder sollten sich testen lassen. Dabei wird nicht nur die Allergie auf das entsprechende Tier getestet – viel häufiger werden gerade Kleintiere wegen einer Heuallergie (dieses gehört in fast jedes Kleintierheim und ist für Kaninchen, Meerschweinchen, Degus und Chinchillas sogar Grundnahrungsmittel), Stauballergie (Käfigeinstreu staubt immer, auch staubarme Einstreu) und ggfs. Auch auf das Futter der Tiere getestet.

 

  • Sind Sie finanziell in der Lage, ein Tierleben lang für Futter, Zubehör, anfallende Steuern und Versicherung aufzukommen? Kranke Tiere müssen vom Tierarzt behandelt werden. Sind Sie bereit, dafür Geld auszugeben, und zwar Beträge, die den Anschaffungswert des Tieres bei weitem übersteigen?

 

  • Haben Sie täglich die Zeit, die Ihr neues Haustier braucht, um artgerecht bis an sein Lebensende bei Ihnen zu verbringen?

 

  • Haben Sie sich mit den Bedürfnissen und Haltungsbedingungen Ihres Wunschtieres vertraut gemacht? Ein Frettchen z.B. ist ein Wildtier und gehört nicht in die Wohnung.

 

  • Wohin mit den Tieren im Urlaub? Gerade bei Käfigtieren ist es nicht leicht, einen geeigneten Urlaubspflegeplatz zu finden. Tierpensionen sind kostspielig, das muss eingerechnet werden.

 

  • Nicht alle Tiere sind von Anfang an stubenrein, manche Tiere werden es nie – bekommen die Tiere trotzdem Auslauf in der Wohnung? Behalten Sie auch einen Hund, der nicht Ihren Wünschen entspricht?

 

  • Nager könnten beim Auslauf Möbel, Bücher und andere Dinge annagen. Katzen wissen nicht immer, was Kratzbaum und Sofa ist, und schon mancher Hund fand einen Designerschuh essbar – nehmen Sie das in Kauf?

 

  • Reptilien haben ganz besondere Ansprüche an die Pflege. Viele unterliegen dem Bundesartenschutz und müssen auch bei den entsprechenden Stellen registriert werden!

 

  • Sind die gewünschten Tiere vom Vermieter erlaubt? Manche Reptilienarten sowie Hunde und Katzen müssen vom Vermieter genehmigt werden.

 

 

  • Die Pflege eines Tieres muss immer in den Händen Erwachsener liegen, kein Kind ist in der Lage, sich immer um sein Tier zu kümmern. Kinder können oft nicht abschätzen, wie wichtig das tägliche Versorgen der Tiere ist. Kinder vergessen im Spiel ihre Kraft und können Tiere verletzen. Egal, um welches Tier es sich handelt, ein erwachsener Mensch muss sich jeden Tag um dieses Tier kümmern.

 

  • Alle Tiere, die in Käfigen oder Terrarien gehalten werden, benötigen sehr viel Platz – mehr als ein kleiner Käfig im Regal. Einige Tierarten fühlen sich in Außengehegen wohler, manche brauchen die Sommersonne, um gesund zu bleiben.

 

  • Ausgenommen Hunde und Katzen, die Freigang haben und ihren sozialen Kontakten draußen nachgehen können sowie Hamster, die Einzeltiere sind, sollte kein Tier in „Einzelhaft“ gehalten werden. Meerschweinchen und Kaninchen sprechen nicht die gleiche Sprache und leiden ihr Leben lang an diesem menschlichen „Versagen“.

 

Dies sind nur einige Fragen, die vorab zu klären sind. Prüfen Sie bitte gewissenhaft, ob Sie wirklich bei allen Fragen ganz sicher JA sagen können.

 

Wenn NEIN, bietet unser Tierhilfeverein die Möglichkeit, eine Tierpatenschaft zu übernehmen. Sie können täglich Ihr Patentier besuchen und es finanziell mit einem Bruchteil der Kosten für ein eigenes Haustier unterstützen. Einige Tiere können auch nach gründlicher Einweisung vom Paten versorgt und beschäftigt werden.

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warum eine Vermittlungs- und Abgabegebühr?

Die Vermittlungsgebühr

•   Durch die Zahlung einer angemessenen Vermittlungsgebühr möchten
    wir unüberlegten und spontanen Entscheidungen vorbeugen.

•   Wir möchten das Tier davor schützen, umsonst aus dem Tierschutz
    „befreit“ und anschließend verkauft zu werden.

•   Durch die Vermittlungsgebühr möchten wir dem Tier eine gewisse
    Wertigkeit verleihen.
    „Was nichts kostet ist nichts wert“ trifft leider viel zu oft zu.

•   Ein Tier wird den neuen Besitzer künftig weiter Geld kosten. Futter,
    Zubehör und Tierarztkosten fallen in unterschiedlicher Höhe an.
    Mit der Vermittlungsgebühr möchten wir sicherstellen, dass der neue
    Besitzer sich das Tier leisten kann und auch bereit ist, Geld für seine
    artgerechte Haltung aufzubringen.

•   Die Vermittlungsgebühr deckt einen Teil der bisher entstandenen
    Kosten für dieses Tier, wie Impfung, Parasitenprophylaxe,
    Entwurmung, Kennzeichnung, tierärztliche Betreuung,
    evtl. Kastration oder Operation, Futter u.v.m.

•   Natürlich kosten uns manche Tiere nicht viel und wir verlangen         
    trotzdem die Vermittlungsgebühr. Junge, gesunde Tiere, die leicht und
    schnell zu vermitteln sind, vielleicht schon geimpft und
    kastriert zu uns kommen, kosten uns weniger und trotzdem ist die       
    Vermittlungsgebühr die gleiche.

Die Abgabegebühr

•   Die Abgabe eines Tieres soll wohl überlegt sein und darf nicht
    vereinfacht werden.

•   Wenn wir ein Tier übernehmen, müssen wir auf unbestimmte
    Zeit für das Tier sorgen. Auch die Kosten für tierärztliche
    Eingangsuntersuchung und evtl. spätere Behandlung lassen sich
    zum Abgabezeitpunkt nicht voraussehen.

•   Die meisten Tiere werden leider in keinem guten Zustand bei
    uns abgegeben. Krankheiten, anstehende Operationen, Impfungen
    u.v.m. sind leider keine Seltenheit.

•   Selbstverständlich hören wir auch oft, das Tier könnte stattdessen
    ausgesetzt oder angebunden werden.
    Wir wären dann durch die Abgabegebühr schuld.
    – Aussetzen ist verboten und kann strafrechtlich verfolgt werden.

•   Unser Verein ist nicht dazu verpflichtet, jedes Tier aus jedem Grund
    einfach aufzunehmen, schon gar nicht kostenlos.
    Dies ist als Dienstleistung zu sehen, die in der heutigen Gesellschaft
    leider immer häufiger in Anspruch genommen wird.

Die aktuellen Abgabegebühren finden Sie hier

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Entlaufen, entflogen – wieder zuhause?
Der Albtraum eines jeden Tierbesitzers: Einen Moment nicht aufgepasst und das geliebte Haustier ist weg. Was nun?

Ist das Tier nicht nur gechipt, tätowiert oder beringt, sondern auch beim Deutschen Haustierregister angemeldet, stehen die Chancen gut, dass das Tier innerhalb kürzester Zeit wieder in sein zuhause zurück geführt wird.

Deshalb ist das A und O die Registrierung des eigenen Tieres. Und für diese Registrierung ist alleine der Halter verantwortlich.

Die gekennzeichneten Kellerranch-Tiere werden von uns beim Deutschen Haustierregister angemeldet. Sobald eines dieser Tiere in ein neues zuhause vermittelt wird, erhält der neue Halter von uns ein An-/Ummeldeformular bzw. kann auch online die Ummeldung vornehmen.
Leider kommt es aber auch sehr oft vor, dass Halter ihre Tiere zwar kennzeichnen lassen, doch anschließend versäumen, ihr Tier kostenlos registrieren zu lassen. Landen diese Tiere dann bei der Polizei/Ordnungsamt oder im Tierheim, ist es dort leider nicht möglich, den Halter zu ermitteln.


Deshalb appelieren wir an alle Tierhalter, spätestens jetzt Ihr Tier beim Deutschen Haustierregister registrieren zu lassen. Wie das geht, erfahren Sie unter: www.registrier-dein-tier.de